Hinter dicken Mauern

Stadtleben | THOMAS PRLIC | aus FALTER 30/05 vom 27.07.2005

RAUS AUS WIEN Teil vier der beliebten "Falter"Ausflugsserie führt in den Wienerwald, genauer in die Kartause Mauerbach. 

Bei Schönwetter bietet die Kartause Mauerbach ein paar idyllische Ansichten. Vor dem Eingang plätschert ein Bach, der Kreuzgarten ist eine romantisch wuchernde Gstätten mit bunten Blumen, und im Café neben der Kirche fühlt man sich ambientemäßig überhaupt ins Mittelalter zurückversetzt. Dabei war das Mönchsleben im Kartäuserorden früher sicher nicht so idyllisch. Die Patres mussten ein lebenslanges Schweigegebot und strenge Fastenregeln einhalten, in ihren Zellen und den dazugehörigen kleinen Gärten führten sie ein eremitisches Dasein.

  In der 1314 gegründeten Kartause leben allerdings schon seit gut zweihundert Jahren keine Mönche mehr. Das große Kloster wurde in der Geschichte mehrfach zerstört und nach seiner Auflösung durch Joseph II. unterschiedlich genutzt; lange war es ein Armenhospital, später ein Obdachlosenheim. Die vielen Umbauten


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