TIER DER WOCHE

Chancenlos

Stadtleben | PETER IWANIEWICZ | aus FALTER 30/05 vom 27.07.2005

"Haie jagen keine Menschen. Diese Menschen befinden sich an derselben Stelle im Meer wie Haie - aber zur falschen Zeit."

Tröstliche Worte von Robert Lea, kalifornischer Marinebiologe

Der Tod ist eine unangenehme Sache. Zumindest aus Sicht der Lebenden. Deswegen wird er gerne in seiner Bedeutung wie auch Wahrscheinlichkeit infrage gestellt und relativiert. Letzte Woche wurde in dieser Kolumne die Mär von den 150 Toten pro Jahr durch fallende Kokosnüsse atomisiert. Und weil das so lustig war, richten wir unsere Strahlenkanone gleich auf weitere "Relativitätstheorien". So ist es angeblich weltweit dreißigmal wahrscheinlicher, von einem Blitz als von einem Hai getötet zu werden. Diese globalisierte Zahl ist ziemlich wertlos, da sie in Regionen ohne Meer, wie zum Beispiel Österreich, gegen null geht. Andererseits steigen die Blitzunfälle in Ländern mit vielen Landarbeitern deutlich an. Bei uns liegt die Chance für einen persönlichen Blitzeinschlag bei einem bis vier Toten pro acht Millionen


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