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Vorwort | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 31/05 vom 03.08.2005

Nach den zwei Wellen von Terroranschlägen auf London stieg der Druck auf die islamische Community, unmissverständlich Stellung zu nehmen. Das haben hohe englische Würdenträger sehr schnell getan. Im Zuge des schrecklichen Verbrechens, dessen Urheber mittlerweile identifiziert und verhaftet worden sein dürften, hat auch die Diskussion um die Ursachen des Terrors und um die Frage nach der Gewaltbereitschaft des Islam an Differenziertheit gewonnen. Die Erkenntnis, dass Islam nicht gleich Kopftuchzwang und Kopftuchzwang nicht gleich Terrorismus ist, dürfte sich also langsam unter all jenen verbreiten, die an solchen Unterscheidungen überhaupt interessiert sind. Als Nina Weißensteiner und Florian Klenk die Schura-Moschee in der Lasallestraße besuchten, wo Scheich Adnan Ibrahim gegen den Terror predigte, wurde Fotografin Veronika Hofinger von einem sichtlich erregten Mann aufgefordert, ein Kopftuch aufzusetzen. Die Geschichte kann man auch in der jüngsten Ausgabe des profil nachlesen.


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