Gegen die Videotie

ALFRED J. NOLL | Vorwort | aus FALTER 31/05 vom 03.08.2005

KOMMENTAR Terrorbekämpfung? Ja sicher. Aber bitte ohne Generalüberwachung per Videokamera, die nichts bringt. 

Wir bräuchten keine Kameras. Wir könnten Polizistinnen und Polizisten durch alle Gassen und über alle Plätze der Stadt schicken. Allein: Das Preis-Leistungs-Verhältnis spricht arg gegen die Uniformierten. Eine Kamera, einmal angeschafft und montiert - so glaubt man -, koste nichts. Und "Personalaufwand" ist bekanntlich das "Gottseibeiuns!" der neoliberal ausgerichteten Bürokratie. Also muss es "billige" Technik sein, die uns nun allerorts vor Terroristen schützen soll: Videokameras auf den Plätzen, Videokameras in den U-Bahnen und Straßenbahnen.

  Betrachten wir die Sache von ihrem ketzerischen Ende her: Es spricht rechtlich nichts dagegen, dass alles beobachtet (observiert) wird. Videokameras sind doch nur eine Art Erweiterung und Erleichterung des polizeilichen Streifendienstes. Nach traditioneller juristischer Sicht wird die Sache erst problematisch, wenn die so

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