"Kein Wundermittel"

Politik | SASKIA JUNGNIKL | aus FALTER 31/05 vom 03.08.2005

DROGENSZENE Eine Schutzzone sollte Dealer und Abhängige vom Karlsplatz fernhalten. Hat sich die Bannmeile bewährt? 

Im Februar 2005 hat die Polizei sie verscheucht. Eine Zeit lang sind sie hin und her gestreunt und Mitte Juli dann zurückgekehrt. Eine neue Schutzzone hatte all die Drogen-, Tabletten- und Alkoholabhängigen zwischenzeitlich vom Karlsplatz ferngehalten. Jetzt, ein halbes Jahr später, wurde diese Bannmeile, die sich von den Ausgängen der U-Bahn-Station bis zum Portal der evangelischen Schule erstreckt, wieder aufgelassen. Was nicht heißt, dass die Polizei deswegen abgetaucht ist. "Jetzt sind's halt a bissl friedlicher", sagt ein junger Mann, der seine gebrauchten Spritzen beim Streetwork-Bus im Resselpark gegen neue eintauscht.

  Die Schutzzone sollte die Kinder auf ihrem Schulweg von der Drogenszene fernhalten. Die Polizisten konnten Verdächtige einfach aus dem Gebiet ausweisen und Betretungsverbote verhängen - ohne dass der jeweilige Passant irgendetwas ausgefressen


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