Auf den ersten Blick

Medien | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 31/05 vom 03.08.2005

GRAFIKDESIGN Trotz sachlicher Cover verkauft sich das Magazin "Der Spiegel" besser denn je. Das Mak zeigt nun eine Auswahl der gezeichneten Titelbilder. 

Die Woche begann für Stefan Kiefer mit einem Anruf aus dem amerikanischen Außenministerium. Das neue Spiegel-Cover sei eines amerikanischen Präsidenten nicht würdig, beschwerte sich die Stimme am Telefon. Es zeigte George W. Bush in martialischem Outfit des brutalen Kriegsfilmhelden Rambo, dem Feindbild der deutschen Friedensbewegung der Achtzigerjahre. Zuvor hatte schon die amerikanischen Botschaft protestiert. Bald darauf kam aber Entwarnung. Aus sicherer Quelle erfuhr Kiefer, dass das Bild nicht in den Papierkorb des Weißen Hauses gewandert war, im Gegenteil: George W. ließ die Grafik des Franzosen Jean-Pierre Kunkel rahmen und an die Wand hängen. "Das sagt doch eigentlich alles", meint der Leiter des Coverressorts, der von drei Grafikern, einem Bildredakteur und einem Fotografen unterstützt wird. Und von Stefan Aust: "Er ist


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