Raunz 'n' Roll

SEBASTIAN FASTHUBER
Kultur, FALTER 31/05 vom 03.08.2005

MUSIKBUCH In der respektlosen Fibel "Don't Believe the Hype!" reagiert sich der Journalist Sky Nonhoff an Größen der Rockgeschichte ab. 

That's All Right"? Als Elvis Presley vor 51 Jahren seine erste Platte besang, war Rock 'n' Roll ein Aufbruch. Inzwischen hat er sich zu einer Kunstform entwickelt, die in Sachen Konservativität bisweilen selbst der Operette um kaum etwas nachsteht. Oder wie es der Popliterat Eckhart Nickel einmal ausgedrückt hat: "Diese Angst, dass alles so bleiben soll, wie es ist - das ist Rock."

  An diesem Punkt setzt Sky Nonhoffs provokanter Schmöker "Don't Believe the Hype!" an. Der deutsche Musikkritiker prangert darin zu Recht den rückwärtsgewandten Blick vieler seiner Kollegen an, die die immer gleichen Platten von den Beatles und Beach Boys zu Gipfeln der Rockgeschichte erklären und Listen der "100 wichtigsten Platten" erstellen, die einander wie ein Ei dem anderen gleichen. "Kein jemals gefälltes ästhetisches Urteil wird über die Jahre hinterfragt",

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