195 Flaschen

BARBARA ZEMAN
Stadtleben, FALTER 31/05 vom 03.08.2005

WEIN Eine neue Vinothek in Wien 13 hat mitunter kuriose Raritäten zu bieten, vor allem aber natürlich feine Weine aus Österreich.

Wenn man in Gießhübel aufwächst, im stets sonnigen Niederösterreich, kann man mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass fast alle Schulfreunde die man hat, Kinder von Weinbauern sind. Neben manch problematischer Auswirkung, die diese Konstellation in der Sozialisation von Halbwüchsigen hat, ist es sehr lobenswert, wenn Dorfbuben neben der Schule diverse Arbeiten im Weinberg verrichten, um das Mehr an Taschengeld in Zigaretten und Traubensaft zu reinvestieren. So geschehen bei Robert Sponer-Triulzi, der schon in jungen Jahren seine Liebe zum Wein entdeckte und diese bis heute nicht aufgegeben hat. Nach Jahren zwischen den Reben machte er sich in die Stadt auf, um dort alle Aspekte des Weintrinkens und -verkostens zur Perfektion zu treiben. Er sah sich einige Zeit in der Gastronomie um, war auberginefarben befrackter Portier vor Sachers Haustüre,

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