Frittat und Goldmund


FLORIAN HOLZER
Stadtleben | aus FALTER 31/05 vom 03.08.2005

NEUES LOKAL Ein kleines Lokal am Fuße des Spittelbergs, das schon viele Namen hatte und viele Küchen kochte, hat nun einen neuen Namen.

Kein Mensch weiß, warum, aber der Platz ist irgendwie problematisch: Im vorigen Jahrhundert wechselten sich hier die diversen Pizzerien halbjährlich ab, im Jahr 2000 sorgte Maurizio Biscosi zumindest für drei Jahre Kontinuität, Anfang vorigen Jahres hieß das Lokal auf einmal Werner's und erwies sich als eine kulinarische Vater-Sohn-Angelegenheit mit etwas unklarem Profil und ziemlich kurzer Lebensdauer. Und jetzt also Goldmund.

Eugen Feistinger, der zuvor im Mak-Café und im Podium kochte und Hesses "Narziss und Goldmund" schätzt, hätte beim Umbau des eher kleinen Lokals immerhin einen ganzen Container Sperrmüll zusammenbekommen, sagt er. Was sich auf die Gestaltung des Lokals recht erfrischend auswirkte. Sitznischen, Ebenen und Bars wurden zugunsten eines einzigen, hellen Raums entfernt, für Dekoration sorgen nur mehr bunte, großformatige Bilder

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