"Nicht ernsthaft"

Politik | FLORIAN KLENK | aus FALTER 32/05 vom 10.08.2005

JUSTIZ Neues im Fall Wague: der Verwaltungsgerichtshof verurteilt die Polizei wegen Misshandlungen. Ein Strafrichter holt einen umstrittenen Gutachter. 

Die Justiz lässt sich viel Zeit, wenn es um die strafrechtliche Ahndung polizeilicher Missstände geht. Zwei Jahre dauerte es, ehe jene Einsatzkräfte, die die tödliche Amtshandlung im Stadtpark zu verantworten haben, vor Gericht gestellt wurden. Einmal ließ sich der Gerichtsmediziner Zeit, dann ging der Akt irgendwo im Justizministerium verloren. Ende Juli startete endlich der Prozess gegen den Notarzt, sechs Polizisten und drei Sanitäter. Doch schon nach drei Verhandlungstagen musste auf "unbestimmte Zeit" vertagt werden. Es stellte sich heraus, dass Staatsanwältin und Untersuchungsrichterin im Vorverfahren nicht die notwendigen Gutachten eingeholt hatten, um den Fall wirklich aufzuklären. Weder ein Notfallmediziner noch ein Sachverständiger für polizeiliche Einsatztechnik wurden um eine Expertise gebeten. Das Versäumnis wird


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