KNECHT

Kuchen ist fertig!

Politik | DORIS KNECHT | aus FALTER 32/05 vom 10.08.2005

Zwei Sätze, für die sich meine Kinder Eis verdient haben: 1. Ich will nach Hause in mein Wien. 2. Da muss man noch Ei draufstreichen.

Denn in dem Haus der Großeltern, draußen am Land, wo mein Volk dieses formulierte, ist man der Meinung, dass Häuser am Land die einzige Umgebung sind, in der Kinder adäquat aufwachsen können. Alles andere grenzt in den Augen meiner Familie an Kindesmisshandlung: Kinder brauchen doch Auslauf, Frischluft, Natuuuuur! Was machen denn die armen Tschapperln in der Stadt! Müssen zwischen geparkten Autos Fangerl spielen! Kennen eine Ampel, bevor sie je einen Löwenzahn zerpustet haben! Ja, Mama, ja, ja, ja.

  Wobei der verwandschaftliche Naturbegriff meiner bescheidenen Ansicht nach dringend der Überarbeitung bedarf: Denn dort, wo der örtliche Fluss sich lieblich durch die Wälder windet, wo er unter sanften Wasserfällen kühle, klare Stauseen bildet, in denen Kinder glücklich plantschen, mit runden Steinen Dämme bauen und sich in schlammigen Sandlacken


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