Standrecht am Hausruck

Kultur | ERICH KLEIN | aus FALTER 32/05 vom 10.08.2005

THEATER Von Kohlenbrechern, Weibern und Sozialisten: eine Reportage vom Hausruck, wo Franzobels "Hunt oder Der totale Februar", ein Stück über den Bürgerkrieg vom Februar 1934, uraufgeführt wurde. 

Wilding, Watzing, Bachmanning. Weibern ist der erste Ortsname, der mir auf dem Weg ins nordöstlich von Wels gelegene Wolfsegg so richtig auffiel. Ein Name wie von Franzobel, dessen Stück über den österreichischen Bürgerkrieg des Jahres 1934 mit dem mysteriösen Titel "Hunt oder Der totale Februar" schon im Vorfeld für einige Aufregung gesorgt hat. Gräben würden aufgerissen, hat sich ein schwarzer Landtagsabgeordneter aus Linz zu Wort gemeldet, die lokalen Theatermacher riefen zurück: "Zensur!" Franzobel ging ins Fernsehen.

  An diesem Samstagmorgen im August wird überall geackert, fette Erde, Kühe stehen herum, Schafe, irgendwo kann man seine Hunde abrichten. Der sich hinter Gaspoltshofen abrupt auftürmende Bergkamm, der Hausruck, macht seinem Namen Ehre. Am Hauptplatz der 2000-Seelen-Gemeinde


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