DER FEBRUAR 1934

Heimwehr gegen Schutzbund

ERICH KLEIN | Kultur | aus FALTER 32/05 vom 10.08.2005

Die Erste Republik wurde als "Staat, den keiner wollte" bezeichnet. Nach der Erschießung von Hunderten Demonstranten vor dem Wiener Justizpalast 1927 entwickelt sich zwischen links und rechts eine rasante "Dialektik der Bürgerkriegspsychose" (Karl Renner). Der christlichsozialen Heimwehr ("Hahnenschwanzler") mit an die 200.000 Mann steht der etwas schwächere sozialdemokratische Schutzbund gegenüber. Die beiden paramilitärischen Organisationen übertreffen zahlenmäßig das Bundesheer. Am 4. März 1933 löst der mit nur knapper Mehrheit regierende christlichsoziale Bundeskanzler Engelbert Dollfuß das Parlament auf und beginnt mit der Errichtung des autoritären "Ständestaates". Während die Parteien von Nationalsozialisten und Kommunisten verboten werden, ist eine Zerschlagung der Sozialdemokratie nur schrittweise möglich. Eine für den 12. Februar 1934 angekündigte Hausdurchsuchung der sozialdemokratischen Parteizentrale im Linzer Hotel Schiff - Heimwehrführer Emil Fey hatte vollmundig

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