Sex, Crime & Cigarettes

Kultur | MAYA McKECHNEAY | aus FALTER 32/05 vom 10.08.2005

FILM Garantiert superheldenfrei: Robert Rodriguez' geglückte Verfilmung von Frank Millers nachtschwarzer Comicserie "Sin City". 

Schwarz. Weiß. Rot. Nicht nur die Designer der Marlboro-Schachtel setzen auf diese aggressive Kombination. Auch die linolschnitthaften Zeichnungen der Graphic-Novel-Serie von Frank Miller, die seit 1991 im amerikanischen Dark-Horse-Comic-Verlag erscheint, bestehen aus hartem weißem Lichteinfall und schwarz gekerbten Schatten, während das Cover in guter alter Pulp-Tradition den Titel in ausgefransten blutroten Lettern buchstabiert: "Sin City".

  Wenn Robert Rodriguez "Sin City" nun in enger Zusammenarbeit mit deren Schöpfer (Miller ist Co-Regisseur und Produzent) ins Filmische überführt, bleibt er dieser Farbkombination weitgehend treu: Das hochauflösende Digitalvideomaterial ist auf seine Schwarz/Weiß-Kontraste reduziert. Grauzonen gibt es kaum, dafür rare Einsprengsel von Farbe - zum Beispiel in der ersten Szene, einem vom Rest der Handlung gelösten


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