Kühle Körper

Stadtleben | MARTINA STEMMER | aus FALTER 32/05 vom 10.08.2005

WOHLFÜHLEN Nicht nur die Sonne macht glücklich, auch extreme Kälte kann das.

Man kann Eis essen, in die Donau köpfeln oder kalt duschen. Es gibt aber auch noch radikalere Methoden, sich im Sommer abzukühlen. Zum Beispiel, indem man Badehose, Wollsocken, Ohrenschützer und Handschuhe anzieht und sich in eine Kältekammer begibt. Dort, von Eisnebel umgeben, lässt sich bei minus 110 Grad erfahren, wie Kopf- und Körperhaare langsam vereisen. Ganzkörperkältetherapie nennt sich diese Grenzerfahrung, die das Wohlbefinden steigern soll. "Man fühlt sich nachher einfach gut, als könnte man Bäume ausreißen", versichert Claus Hinterecker, Betreiber der Kältekammer im 18. Bezirk. Durch den Kälteschock an der Haut schütte der Körper Glückshormone aus. Den extremen Minusgraden wird auch heilende Wirkung zugeschrieben. Schmerzstillend, durchblutungsfördernd und entzündungshemmend soll die trockene Kälte sein. Auch Hautkrankheiten und Schlaflosigkeit lassen sich angeblich mit ihr bekämpfen.


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