Last Exit Herberstein

Steiermark Stadtleben | THOMAS WOLKINGER | aus FALTER 32/05 vom 10.08.2005

HERBERSTEIN Der Rechnungshof zeichnet in der Causa Herberstein ein düsteres Sittenbild von der Vergabe von Fördergeldern im Land. Landeshauptfrau Klasnic hat nun die Flucht nach vorne angetreten und den Herbersteins die Hauptverantwortung für die Affäre zugeschoben. Bestehen die Vorwürfe zu Recht? Im Verhältnis zur Länge der Vorgeschichte geriet das Finale überraschend kurz. Zwanzig Jahre lang hat das Land Steiermark der Familie Herberstein die Treue gehalten und den traditionsreichen Tierpark, das Renaissanceschloss und die historischen Gärten in der Oststeiermark mit Millionenbeträgen unterstützt. Vergangenen Mittwoch war es mit dem Segen jäh vorbei. Nur 78 Minuten hat Landeshauptfrau Waltraud Klasnic gebraucht, um das Ruder herumzureißen. Auslöser des Kurswechsels: der Rohbericht des Landesrechnungshofs zum Tier- und Naturpark Herberstein, der schwere Vorwürfe gegen das Land und die Herberstein OEG erhebt.

  Um 15 Uhr hielt Klasnic den 153 Seiten starken Prüfbericht


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige