Merkel schwitzt

Vorwort | MATTHIAS KRUPA | aus FALTER 33/05 vom 17.08.2005

KOMMENTAR Wahrscheinlich wird Angela Merkel deutsche Bundeskanzlerin werden. Aber kann die das überhaupt? 

Der Schweißfleck. Mit ihm hat es angefangen, das jüngste Zwischentief der Kandidatin. Vor drei Wochen war es, bei der Eröffnung der Wagner-Festspiele in Bayreuth. Grüner Hügel, roter Teppich, großer Glamour. Mittendrin Angela Merkel. Das Kleid in zartem Rosa, an ihrer Seite der sonst unsichtbare Ehemann. Sie hebt den rechten Arm und winkt, huldvoll, lächelnd. Eine Geste überlegener Bürgerlichkeit. Doch was zeigen die Aufnahmen der Fotografen? Die Kanzlerin in spe schwitzt. Unter der Achsel. Wenig überlegen.

  Zwei Versprecher folgten, ein paar unüberlegte Äußerungen von Parteifreunden, kleine Spitzen vom gewünschten Koalitionspartner FDP - und wieder steht die Frage im Raum: Kann die das überhaupt?

  Dieser Zweifel begleitet Merkel seit ihrem steilen Aufstieg an die Spitze der CDU. Beantwortet hat sie ihn stets auf ihre Weise: indem sie den nächsten Parteifreund


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