SOZIALMINISTERIN URSULA HAUBNER

"Kinder sind keine Armutsfalle"

Politik | aus FALTER 33/05 vom 17.08.2005

Ursula Haubner kennt sich mit Kindern aus. Die BZÖ-Sozialministerin hat zwei Töchter und einen kleinen Bruder, Jörg Haider. Über den hat sie einmal im Falter-Interview gemeint (Falter 39/03): "Er ist mir ungeheuer auf den Nerv gegangen, weil er sich nicht erziehen hat lassen!" Der Falter sprach mit Haubner über Armut, Mängel beim Kindergeld und die Existenzsorgen von Alleinerzieherinnen.

Falter: Frau Ministerin, Sie sind bald vierfache Großmutter. Können Sie Ihren Enkelkindern mit gutem Gewissen raten, Kinder zu kriegen?

Ursula Haubner: Absolut. Meine jüngere Tochter bekommt jetzt ihr erstes Kind, und da ist nicht nur die Freude sehr groß, sondern sie überlegt schon jetzt, ob sie während ihrer Kinderbetreuungszeit berufstätig ist. Diese Möglichkeit haben wir den Frauen durch das Kinderbetreuungsgeld eröffnet. Oder sie bleibt zu Hause, was auch in Ordnung ist.

Mit Kindern hat Ihre Tochter ein höheres Armutsrisiko und weniger Karrierechancen.

Bei der Förderung der Familien liegt

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