KNECHT

Danke fürs Anschwitzen

Politik | DORIS KNECHT | aus FALTER 33/05 vom 17.08.2005

Nein. Nein. NEIN! Eins noch, sagt die Bereuterin, die eine herkunftsbedingte Sturheit eingebaut hat, aber das hab ich auch. Nein. Ich bin alt, ich bin müde, ich will heim. Und ich hab zwei Kleinkinder, die in, wie spät ist es?, sechs Stunden mein Bett entern werden. Aber das sag ich nicht, denn es gilt als uncool, die Kinder anzuführen, um den Ruin der Reputation zu rechtfertigen, um zu beschönigen, dass man nichts mehr verträgt und gegen Mitternacht den Tunnelblick kriegt, und der Tunnel führt direkt ins Bett. Bittebitteschlafenbitte. Ja, ich bin auch schon früher nach verzechten Nächten um halb sieben aufgestanden, doch mit einem Wecker kann man verhandeln, aber wenn ich dem Kind auf den Kopf hau, damit nochmal zehn Minuten Stille sei, hat das circa gegenteiligen Effekt. Immerhin stehen sie jetzt selber auf, hoppeln in unser Schlafzimmer und kriechen still zu uns unter die Decke, und abgesehen von den spitzen, kleinen Ellbogen und Knien, die sie einem in die Rippen rammen, merkt


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige