FERNSEHEN

Medien | JULIA ORTNER | aus FALTER 33/05 vom 17.08.2005

Der Tod im Fernsehen ist meist eine recht platte Angelegenheit. Diverse Serien und Dokusoaps von "CSI", "Autopsie" bis hin zu "Akte Mord" beschäftigen sich mit toten Körpern und dem, was sie über das Leben davor erzählen. Meist erzählen die Toten recht wenig, außer in der britischen Ausnahmeserie über die Gerichtsmedizinerin Samantha Ryan. "Silent Witness" heißt die Sendung im Original und sie beschäftigt sich einfühlsam, klug und ungeschönt mit dem Leben und Sterben. Jetzt hat Samantha Ryan ihren letzten Fall gelöst und übergibt die Serie an ihren Kollegen Joe Dalton. Berührend, wie sich da ein Kreis schließt - Ryan kehrt nach Nordirland, in ihr Geburtsland zurück, und muss sich dort zwanzig Jahre nach dem Mord an ihrem Vater, einem Polizisten, noch einmal mit der Aufklärung seines Todes beschäftigen. Der ungeklärte Tod des Vaters hat sie zur Gerichtsmedizin gebracht. Und als sie endlich erfährt, wer den Vater auf dem Gewissen hat, kann sie die Pathologie sein lassen und ein neues Leben beginnen. Selten hat eine gescheite Serie so ein schönes Ende gefunden.


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