STREIFENWEISE

Kultur | MICHAEL OMASTA | aus FALTER 33/05 vom 17.08.2005

Mit der Ehe, sagt einer der Hochzeitsgäste, verhält es sich genau so wie mit den Wassermelonen: "Man weiß nie, wie sie ist, bevor man sie probiert hat." Ein schwacher Trost für die hübsche Mona, die ihren zukünftigen Ehemann bislang nur vom Fernsehen kennt. "Die syrische Braut" ("Ha-kala ha-surit") und ihre Familie leben auf der israelisch besetzten Seite der Golanhöhen, Tallel, ihr Bräutigam, auf der syrischen Seite. Zwischen ihnen liegt eine militärisch bewachte Sperrzone, die Schauplatz und Metapher des Films zugleich ist: Wer die Grenze nach Syrien überschreitet, kann nie mehr nach Israel zurück. Drehbuch und Regie von Eran Riklis haben ganz erhebliche Mühe, diese schwierige Ausgangssituation in den Griff zu bekommen, sintemal die Geschichte durch eine Reihe familiärer, religiöser und politischer Konflikte noch weiter kompliziert wird. Jede der Figuren "steht" für etwas, sodass man es hier statt mit Charakteren nur mit Typen zu hat: dem strenggläubigen Vater, dem verstoßenen


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