Ein Buch wie ein Bauwerk

JAN TABOR | Kultur | aus FALTER 33/05 vom 17.08.2005

BAUKASTEN Anmerkungen zur Architektur. Diesmal: Eine versenkbare Seebühne als Hommage an Archimedes und eine zweisprachige wissenschaftliche Publikation als Layoutsensation. 

So wie das griechische Amphitheater eine Auszeichnung des Hanges ist, der es trägt, so ist das Seetheater die Auszeichnung des Seeufers. Kürzlich war ich in Lunz am See, der Bildhauer Hans Kupelwieser stammt von dort - ein toller Architekt!

  Kupelwiesers Seebühne zeichnet sich durch futuristische Ästhetik, archaische Einfachheit und sportlich-kulturelle Doppelnützlichkeit aus: Wenn auf der Badeseebühne gerade nicht musiziert wird und das Wetter es zulässt, kann rundherum gebadet werden. Sollte es regnen, so wird das Dach, das sonst an den Stufen im Hang liegt und die Popos der Badenden wärmt (das Wasser im Lunzer See soll kalt sein), in die Höhe gehoben - einfach nach dem Prinzip des archimedischen Hebels: Mit einer Wasserpumpe wird in die Behälter am Ende des Daches so lange Seewasser hineingepumpt,

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