Durch die Blume

Steiermark Stadtleben | DONJA NOORMOFIDI | aus FALTER 33/05 vom 17.08.2005

VOLKSKULTUR Für den Blumenschmuckbewerb packen jedes Jahr 30.000 Steirer ihre Rechen und Gartenschürzen aus. Und schaffen sich damit ein kleines Stückchen heile Welt. 

Wer in Frauental an der Laßnitz ankommt, bemerkt sofort, dass in der weststeirischen Marktgemeinde etwas Ungewöhnliches vor sich geht: Männer und Frauen überqueren, bewaffnet mit Rechen, Schaufeln und Gießkannen, die Straße vor dem Gemeindeamt. Vor dem benachbarten Gasthof Sorger wühlt eine junge Frau mit einer Gärtnerkelle im Stiefmütterchenbeet. Sie steht wieder auf, legt den Kopf schief und betrachtet ihr Werk eingehend. Da war doch noch ein welkes Blatt. Rupf, zupf, und weg ist es. Jeder freie Zentimeter in Frauental ist mit lachsfarbenen Verbenen, blauen Lobelien oder roten Pelargonien vollgestopft. Und die Frauentaler jäten, gießen und rechen beinahe unablässig daran herum. Nicht nur die beiden Gemeindegärtner, sondern auch fast alle anderen Bürger. "Natürlich kann man niemanden dazu zwingen", räumt


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