Die letzten Bilder

Steiermark Kultur | ULRICH TRAGATSCHNIG | aus FALTER 33/05 vom 17.08.2005

KUNST Das Ende von Filmen macht Sonja Gangl zum Anfang ihrer Kunst. 

In ihrer ersten Einzelpräsentation, in den Räumen der Galerie von Eugen Lendl, geht es Sonja Gangl, seit Jahren regelmäßig im Grazer und Wiener Ausstellungsbetrieb vertreten, vordergründig um das Ende. Nicht existenzialistisch um das eine, endgültige, endgültig befreiende Ende, sondern um die Mehrzahl des Endes: um nach Fortsetzung heischende, für sich genommen stets unbefriedigende Enden. "to be continued" heißt ihre Schau, und die in ihr gezeigten Enden sind Filmenden.

  Wie mit "Rebekka International", der von ihr kreierten, die Bildsprache der Marketingabteilungen persiflierenden Lifestylemarke, nimmt Gangl damit neuerlich Niemandsland am Rande des gesicherten Kunstterrains in den Blick. Noch deutlicher fokussiert die Künstlerin hier den Umschlagpunkt zwischen Kunst und Wirklichkeit, die ästhetische Grenze zwischen Produktion und Publikum. Gangl fotografiert die letzten Bilder von Filmen, in denen die


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