Kämpfen ohne Bier

JULIA ORTNER | Politik | aus FALTER 34/05 vom 24.08.2005

WIENER WAHL Die Parteifundis haben ihn nach hinten gedrängt, jetzt will es Ex-Grünen-Chef Christoph Chorherr allen zeigen. Mit einem experimentellen Vorzugsstimmenwahlkampf - ohne Beisltouren, mit sperrigen Inhalten. 

Keine Pickerln, keine Kulis, keine Plakate, keine Slogans, kein Händeschütteln, kein gar nichts. Und sicher keine Beisltouren. Wahlversprechen gibt es genau genommen auch nur eines: "Ich werde keinen Wähler auf diese Art belästigen", versichert Christoph Chorherr und schaut ernst. Das muss der Ex-Grünen-Chef auch nicht mehr - er geht jetzt als einfacher Abgeordneter mit einem eigenen Vorzugsstimmenwahlkampf in die Wiener Gemeinderatswahl am 23. Oktober. Als Parteichef dürfte der Mann manchmal ziemlich gelitten haben. Dieses Spitzenkandidatendasein, diese Fotosessions, dieses Wähleranquatschen, "das war nie meins", sagt Chorherr.

  Diesmal versucht es der grüne Realo auf seine Art: Nur mit Reden - Chorherr plant 15 Diskussionen zu unterschiedlichen Themen - und

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