"Es war schwer auszuhalten"

Medien | FLORIAN KLENK | aus FALTER 34/05 vom 24.08.2005

ZEITGESCHICHTE Vor sechzig Jahren begannen Volksgerichte mit der Verurteilung von NS-Untaten. Der Publizist Hellmut Butterweck über damalige Gerichtsberichte, die verlorene Unschuld der Justiz und die Rückkehr der Nazis in die Redaktionsstuben.

Viele, schreibt Hellmut Butterweck, "verbinden mit dem Wort Nachkriegszeit ein blitzschnelles Hinwegsehen über die nationalsozialistischen Untaten". Doch ein tieferer Blick zeige, dass das Land nach dem Krieg eine große Zahl von Schuldigen zunächst zur Verantwortung gezogen hat. Im Sommmer 1945 nahmen "Volksgerichte" ihre Tätigkeit auf. Erst urteilten sie hart, dann wurde auch die Justiz vom "Zeitgeist" erfasst, der lieber Gnade walten lassen wollte. Wie hat die Presse zu jener Zeit über die justizielle Vergangenheitsbewältigung berichtet? Gab es kritischen Journalismus? Der Schriftsteller Hellmut Butterweck, geboren 1927, und seit 1948 als Journalist in Wien tätig, hat sich durch die zeitgenössischen Presseberichte aus jener Zeit gearbeitet


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