HELLMUT BUTTERWECKS NEUES BUCH

Nürnberg, entmystifiziert

ALFRED J. NOLL | Medien | aus FALTER 34/05 vom 24.08.2005

Mit der Anklage gegen 24 hochrangige NS-Funktionäre am 18. Oktober 1945 betraten die englischen, amerikanischen, französischen und russischen Juristen Neuland. Der Nürnberger Prozess war ohne Vorbild. Hellmut Butterweck zeichnet in einer groß angelegten und demnächst erscheinenden Studie den Verlauf des Nürnberger Prozesses nach. Er schildert die Überlegungen der Alliierten, analysiert den Prozessverlauf, kommentiert die Urteile. Die Darstellung ist anschaulich, gut lesbar und wohltuend nüchtern.

  Im Mittelpunkt des Buches steht der Mordprozess gegen die Angeklagten. Hier wurden Verbrecher abgeurteilt: Göring, Heß, Ribbentropp, Frank, Dönitz, Jodl, Seyß-Inquart. Ihnen konnte im Strafverfahren die persönliche Schuld am vieltausendfachen Tod nachgewiesen werden. Der Nürnberger Prozess war aber nicht nur Strafprozess, sondern auch ein politischer Prozess. Das besondere Verdienst an Butterwecks Darstellung liegt darin, den Parallellauf von politischem Prozess und dem Mordprozess

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