WELT IM ZITAT

Kultur | aus FALTER 34/05 vom 24.08.2005

Vorurteile bezüglich Blödelei

Die oft geschmähte Stilform der in Barnes' Fall immer wieder auch so genannt beißenden Satire, laut der Süddeutschen Zeitung getragen von einer "Vorliebe für unausgelebte Liebesgeschichten und die Skepsis jedem Fortschrittsglauben gegenüber", schließlich auch "der festen Überzeugung von der Absurdität des Lebens und einer schroffen Nüchternheit angesichts des Todes", sie scheint trotz aller noch immer gängigen Vorurteile bezüglich Oberflächlichkeit und Blödelei mithin doch preiswürdig.

Der Standard findet klare Worte für Staatspreisträger Julian Barnes.

Sprach-Stacheldraht

Unter den Auspizien allgemeinen Verfassungsverfalles und Desorientierung hätten die Zeichen für die Erschließung eines mit Sprach-Stacheldraht und Glassplittern gespickten klassischen Dramenareals wie Heinrich von Kleists Penthesilea günstig stehen müssen.

Finden wir auch, Standard, aber woran ist's gescheitert?

Hechelnde Rapiddurchlauferhitzer

Stute und Hengst verbeißen sich hier und schlagen ständig aus - und dies äußerst schwammig kommentiert vom assistierenden Kleist-Personal (...) Warum verlassen die Amazonenkönigin und Achill ihre warmen Clique-Nester, warum müssen sie als zuckende, kreischende, hechelnde Rapiddurchlauferhitzer für zerquetsche Kristallverse und irre Emotionen herhalten, die sie auf supercoole Weise nur simulieren? (...) Susanne Wolff gelingt in der Titelpartie gerade noch Alexander Simon ist ihrer Exzentrik nicht gewachsen.

Der Standard berichtet mehr vom Scheitern der Salzburger Kleist-Inszenierung Stephan Kimmigs.

Transformierende Töne

Am 7.9.2005 findet in der Franz v. Assisi Kirche eine durch Klang initiierte Transformation statt. Absicht ist es, durch Tönen (Trommel, Didgeridoo, Gesang ...) einen energetischen Space zu schaffen, um inquisitorische Energien zu erlösen.

Aussendung von Spiritart.


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