Eine unglaubliche Geschichte

Kultur | MICHAEL OMASTA | aus FALTER 34/05 vom 24.08.2005

FILM Auch in Oliver Stones erstem Dokumentarfilm "Comandante" herrscht der permanente Ausnahmezustand. 

Wenn jemand die Filme von Oliver Stone tatsächlich ernst nimmt, so ist das Oliver Stone. Selbstironie zählte nie zu den Stärken des US-amerikanischen Regisseurs, der sich mit Vorliebe an historischen "Größen" abarbeitet. Egal, ob Kennedy, Nixon oder nur The Doors: In seinen Filmen herrscht der permanente Ausnahmezustand, und immer kommt ein Kriegsfilm dabei heraus.

  "Comandante", Stones erster Dokumentarfilm, unterscheidet sich darin kaum von seinen übrigen Arbeiten und ist ansonsten vor allem für seine komplizierte Rezeptionsgeschichte interessant. Im Frühjahr 2002 reiste der Filmemacher im Auftrag einer spanischen Produktionsfirma für drei Tage nach Kuba, um Fidel Castro zu interviewen. Der amerikanische Kabelsender HBO schnappte sich die Fernsehrechte, strahlte den Film dann allerdings nicht aus. In der Folge machte "Comandante" eine schöne Karriere als Geheimtipp bei


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