Naherholung in der Mongolei

Kultur | MAYA McKECHNEAY | aus FALTER 34/05 vom 24.08.2005

FILM Byambasuren Davaas Spielfilm "Die Höhle des gelben Hundes" will Städtern Augen und Ohren lüften. Mit dem "Falter" sprach die Regisseurin über ihr Konzept eines natürlichen Kinos. 

Natürlich war nicht zu erwarten, dass sie in Nationaltracht auftauchen würde. In einem dieser farbigen Seidenkittel, Deel genannt, die nicht nur die mongolische Familie in ihrem Film trägt, sondern auch sie, die Regisseurin Byambasuren Davaa, auf so ziemlich jedem offiziellen Pressebild. Frau Davaa kommt in einem bunten Sommerkleid, die Haare vorn zum glatten Pony geschnitten und hinten fransig, bestellt sich einen Kaffee und spricht, was einen dann doch ein bisschen verdutzt, Deutsch mit ordentlich bayerischem Einschlag.

  "Was für ein Schmarrn" es im Grunde sei, sagt sie, dass sich deutsche Reisebuchungen in die Mongolei seit ihrem ersten, damals Oscar-nominierten Film "Die Geschichte vom weinenden Kamel" (in gemeinsamer Regie mit Luigi Falorni) verdoppelt hätten. Dass für die Familie aus diesem


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