Familie Österreicher

Kultur | SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 34/05 vom 24.08.2005

LITERATUR Der Vorarlberger Arno Geiger verknüpft in seinen Roman "Es geht uns gut" virtuos die österreichische Geschichte seit 1938 mit der Chronik einer durchschnittlich kaputten Familie. 

Kein Inzest, keine Nazis, keine Revolutionäre." Als Erstes musste sich Arno Geiger darüber klar werden, was er in "Es geht uns gut" alles nicht haben wollte. Der Stoff seines vierten Romans ist zu heikel, als dass er sich ohne gründliche Vorüberlegungen und Recherchen ausbreiten ließe. Erzählt wird die Geschichte einer Familie über drei Generationen, wobei man um die Geschichte Österreichs von 1938 bis zur Gegenwart nicht herumkommt.

  Es geht um ganz normal kaputte Menschen, um eine bürgerliche Familie aus Wien: Der christlich-soziale Haushaltsvorstand, Richard, hat nach dem Zweiten Weltkrieg Karriere in der Partei gemacht und fehlt nur aufgrund eines blöden Zufalls auf den Staatsvertragsfotos. In den Sechzigerjahren wird er als Überbleibsel eines veraltet pflichtbewussten Politikverständnisses


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige