AUFGEBLÄTTERT

Kultur | KATRIN SCHUSTER | aus FALTER 34/05 vom 24.08.2005

Von der Forschung bislang kaum beachtet" sei, so Herausgeber Klaus Cäsar Zehrer, die Tatsache, dass sämtliche Hauptvertreter der Neuen Frankfurter Schule "nachweislich, nachdrücklich und nachhaltig" das Meer gemieden hätten. Obwohl sie immer wieder davon geschrieben, es oft bebildert, ihr Satiremagazin auch noch Titanic getauft haben. "Das maritime Ruvre der Neuen Frankfurter Schule" - so der Untertitel des Sammelbandes mit Namen "Da: Das Meer!" - feiert nun seinen fünfzigsten Geburtstag. Und gleichzeitig trauert man um denjenigen, der sich dieser Thematik 1955 erstmals furchtlos angenommen hat. "Taucher mit Schutzengel" heißt die Zeichnung des im Vorjahr verstorbenen Chlodwig Poths: In Vollmontur spaziert ein Taucher über den Meeresgrund, während den hinterdrein schwebenden Schutzengel derweil die Luft ausgeht. Alles drin also: lange und kurze, gereimte und ungereimte Texte und viele Bilder von Traxler, Bernstein, Waechter, Henscheid, Poth, Knorr, Eilert, Gernhardt. Zudem: die

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