Trink niemals nie!

Stadtleben | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 34/05 vom 24.08.2005

STADTMENSCH Die Künstlerin Nana Ansari schrieb das erste deutsche Buch über die reichhaltige georgische Küche und kocht daraus am Karmelitermarkt. 

Von den Georgiern sagt man, sie würden in drei Epochen leben. In der Hauptstadt Tiflis und den Badeorten am Schwarzen Meer waltet die Moderne, in den Weinbaugebieten im subtropischen Osten fühlt man sich ins 19. Jahrhundert zurückversetzt. Hoch oben in den Dörfern an den Berghängen des Kaukasus herrschen die harschen Gesetze des Mittelalters.

  Die georgische Küche ist glücklicherweise nie in der Moderne angekommen. Das weiß niemand besser als die Künstlerin Nana Ansari, die seit Juni am Karmelitermarkt in dem Lokal Madiani zusammen mit ihrer Kollegin Khatuna Khobua einige typische Speisen des Landes kocht. Nach und nach probieren sie aus, was bei den Gästen ankommt, etwa den Khatschap'uri genannten Käsekuchen, die mit Fleisch oder Käse gefüllten Teigtaschen namens Khinkali oder die mit Sauerampfer versetzte Rindsuppe. Sauerampfer,


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