Schnittmengen

Stadtleben | TEX RUBINOWITZ | aus FALTER 34/05 vom 24.08.2005

RUBINOWIEN Diesmal in der "Falter"-Serie: Auf der Suche nach Golos, Fingerboards und der Muse von Franz Lehár im Raimundhof.  

Das Haus zum goldenen Hirschen heißt schon lange nicht mehr so, auch nicht mehr, wie man es gerne verschleift bezeichnete, das Hirschenhaus. Kein Mensch kennt es mehr unter diesem Namen, es ist ja auch kein Haus im eigentlichen Sinne, sondern ein bis auf Widerruf gestatteter Durchgang namens Raimundhof, weil beim oberen Ausgang auf der makabren Mariahilfer Straße Ferdinand Raimunds Geburtshaus war. Vorher, als es noch keine Hausnummern gab, hatten die Gebäude Tiernamen, und hier war der Hirsch zu Hause. Wo mag das Elefantenhaus oder das Spulwurmhaus einst gestanden haben? Zumindest eines von beiden hat ja Asyl im Zoo gefunden.

  Am unteren Ende des Ganges bei der Windmühlgasse befindet sich ein merkwürdiges Lokal namens Pallament, merkwürdig aber nicht nur wegen des unverständlichen Namenswitzes, sondern weil es innen aussieht wie ein öffentlicher Abtritt.


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