"Ist das nicht links genug?"

GERLINDE PÖLSLER und THOMAS WOLKINGER | Steiermark Politik | aus FALTER 34/05 vom 24.08.2005

LANDTAGSWAHLEN Franz Voves, Chef der steirischen SPÖ, über die einmalige Chance, die ÖVP an der Spitze abzulösen, über linke Imageprobleme und die vielfältigen Möglichkeiten der Macht. 

So knapp war es noch nie. Schon bei den Gemeinderatswahlen im März fehlten der SPÖ nur neunzig Stimmen auf die ÖVP, die in der Steiermark seit sechzig Jahren ununterbrochen den Landeshauptmann stellt. Praktisch alle aktuellen Umfragen zur Landtagswahl am 2. Oktober sehen ein äußerst knappes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Landeshauptfrau Waltraud Klasnic und SPÖ-Chef Franz Voves. Das erscheint umso bemerkenswerter, als der heute 52-Jährige erst im März 2002 als Quereinsteiger die politische Bühne betrat. Zuvor hatte Voves - in eine Arbeiterfamilie in Graz geboren - neben seinem BWL-Studium Karriere als Eishockey-Pro mit insgesamt sieben WM-Einsätzen gemacht und sich seit 1979 in der Merkur-Versicherung geduldig bis zum Finanzvorstand vorgearbeitet. 2002 übernahm Franz Voves die SPÖ von Peter

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