Zwischen allen Stühlen

Steiermark Kultur | JOHANNES FRANKFURTER | aus FALTER 35/05 vom 31.08.2005

LITERATUR "Revoluzzer im faschistoiden Amigau" - so bezeichnet Hans G Helms sich selbst. Es ist auch der Titel eines Vortrags, den er zur Finissage der großen Grazer RAF-Ausstellung hielt. 

Fa:m' Ahniesgwow" ist der geheimnisvolle Titel seines ersten Werkes, das der heute 73-jährige Querdenker 1959 als experimentelle musikalisch-literarische Komposition vorstellte und das ein vielfach bestauntes, seltsames Unikum zwischen allen Sparten geblieben ist. Als Schallplatte und Buch publiziert, nur in der Kombination von Schrift- und Klangbild sinnvoll konsumierbar, hat Helms - einer der Väter der Konkreten Poesie - hier gleichsam seine ganze turbulente Biografie eingebracht. Sie beginnt als Sohn einer jüdischen Mutter in Nazideutschland, enthält Stationen als sensibler, frühreifer Junge in der Nachkriegszeit, als Leser von James Joyce, Robert Walser und Kranz Kafka, als Schwarzhändler, Jazzmusiker und Konzertagent, als Fabrikarbeiter und als Philosophiestudent, Literaturkritiker für


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