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Der gute Ton

Steiermark Stadtleben | DONJA NOORMOFIDI | aus FALTER 35/05 vom 31.08.2005

Der Baz folgt dir", hat eine Freundin einmal zu Selma Etareri gesagt. Und hat damit gemeint, dass die Keramikkünstlerin gut mit Ton umgehen kann, dass sie praktisch eine Beziehung zum "Baz" herstellt. Trotzdem betont Etareri, dass sie sich bei ihrer Arbeit "immer an der Risikogrenze" bewegt. Denn fast fertige Gefäße können auf einmal zusammenfallen, und man muss wieder ganz von vorne anfangen. Eine besondere Herausforderung sind dabei runde Formen, die neigen besonders zum Mätzchenmachen. Aber gerade wegen der Schwierigkeit, sind die meisten Keramiken der Künstlerin rund und weisen weibliche Formen auf: eine füllige Frauenfigur, die ihren Hals in den Himmel reckt, genannt "die Seherin", oder eine Flasche mit Brüsten. "Als Mann wäre ich wahrscheinlich ein Sexist, aber ich bin eine Frau, deshalb kann ich mir das leisten", lacht Etareri. Außerdem sieht sie hinter ihrer Arbeit auch eine feministische Message: "Ich mache keine sportlichen, drahtigen Weiber, die sieht man eh in jeder


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