Liebe Leserin, lieber Leser!

Vorwort | ARMIN THURNHER | aus FALTER 35/05 vom 31.08.2005

Wieder einmal sorgt ein Falter-Thema für Debatten. In dieser Ausgabe setzt Florian Klenk seinen Bericht aus der Szene der besseren Wiener Gesellschaft fort, die sich von Frauenhändlern mit minderjährigen Mädchen versorgen lässt. Die in dieser Ausgabe abgedruckten Auszüge aus Abhörprotokollen der Polizei (Seite 10) beleuchten die gewalttätigen Praktiken der "Händler" und "Lieferanten". Zur Kritik am Abdruck solcher Protokolle ist zu sagen, dass die Identität der Betroffenen geschützt bleibt; das gesellschaftliche Interesse, den Missstand des Menschenhandels, zumal mit Minderjährigen, anzuprangern, geht vor. Da die Protokolle Teil einer Gerichtsverhandlung waren, ist ihre Veröffentlichung auch rechtlich gedeckt.

 Dass der Historiker oft nichts als ein rückwärts gekehrter Journalist sei, ist mehr als ein böses Wort von Karl Kraus. Historiker müssen stets neue Wege der Vergangenheitserforschung suchen. Der Historiker Gerhard Botz und seine Studenten haben das getan, indem sie


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