Sozialismus, why not?

Vorwort | ARMIN THURNHER | aus FALTER 35/05 vom 31.08.2005

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Erwin Pröll, der niederösterreichische Landeshauptmann, schlägt neue, antikapitalistische Töne an.

Kommt er doch wieder, der Sozialismus? In Deutschland jubeln sie Lafontaine und der Linkspartei zu, die CDU ist, verglichen mit Gerhard Schröder, längst keine kapitalistische Kernveranstaltung mehr, und Österreich hat Erwin Pröll. Der Landeshauptmann, in dessen Lager alle sind, weil es in seinem Land keine anderen Lager mehr gibt, hat es kürzlich in einem Kurier-Interview auf den Punkt gebracht. Mag ihn dabei auch ein gewisser Argumentationsnotstand getrieben haben, der ihn befiel, nachdem das von ihm regierte Bundesland als erstes eine Handymastensteuer eingeführt hatte, mag er also bloß nachträglich eine einträgliche Schröpfaktion ideologisch unterfüttern, was er da an Futter nach außen stülpte, ist einigermaßen erstaunlich.

Die Geschäftsführer der Handyfirmen, sagte Pröll nämlich, seien bequem, einfallslos und von Konkurrenzneid getrieben. Deswegen


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