NOTFALLSWOHNUNGEN

"Keine Ghettos"

Politik | aus FALTER 35/05 vom 31.08.2005

Ausländer im Gemeindebau? "Die Leute wollen das nicht", hat SPÖ-Bürgermeister Michael Häupl vor 2000 gerne behauptet. Dann änderte er seine Meinung. Die Stadt öffnete ihre Sozialwohnungen für Zuwanderer in Not, allerdings nur vorsichtig. Seitdem können Migranten, die fünf Jahre legal im Land leben, in eine Notfallswohnung im Gemeindebau ziehen. In- und ausländische Spekulationsopfer, Opfer von Gewalt in der Familie oder Bewohner von gesundheitsschädlichen Unterkünften bekommen so schnell eine andere Wohnung.

  Seit Ende 2000 hat die Stadt mehr als 3600 Notfallswohnungen im Gemeindebau vergeben, aber der Bedarf steigt. "Die Ansuchen von kinderreichen Zuwandererfamilien sind zwar rückläufig, wir haben schon sehr viele dieser Fälle abgearbeitet. Aber nun wenden sich immer mehr inländische Antragsteller in einer sozialen Notlage an uns", erklärt Gabriele Mörk, Leiterin der Gruppe soziale Wohnungsvergabe. 3000 Ansuchen von Menschen, die obdachlos waren oder kurz vor dem Wohnungsverlust


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