"Ich muss sprechen"

Politik | aus FALTER 35/05 vom 31.08.2005

NS-ZEIT Vor sechzig Jahren ging der Zweite Weltkrieg zu Ende. In einem neuen Buch erzählen Opfer, Täter und Mitläufer von Leid, Hoffnung und Gräueln während des Nationalsozialismus. Der "Falter" bringt Ausschnitte aus drei Texten im Vorabdruck.

Es war eine der letzten Chancen. Der Zweite Weltkrieg und der Holocaust liegen sechzig Jahre zurück, viele alte Menschen haben ihre Erinnerungen an diese Jahre bereits mit ins Grab genommen. Also sandte Gerhard Botz, Professor am Wiener Institut für Zeitgeschichte, die Teilnehmer seines Seminars im Wintersemester 2002 aus, um Zeitzeugen über die Ära des Nationalsozialismus zu interviewen. Botz hoffte, seine jungen Studentinnen und Studenten würden einen besseren Zugang zu den Überlebenden finden als die Generation zuvor. Schließlich lag es nicht immer nur an der Gesprächsverweigerung der Täter und Opfer, dass das Thema Holocaust jahrelang verdrängt wurde. "Die Töchter und Söhne haben ihre Eltern auch oft nicht insistierend und verständnisvoll

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