Der Bauch von Wien

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 35/05 vom 31.08.2005

THEATER Am 4. September beginnt am Volkstheater die erste Saison unter Michael Schottenberg. Der neue Direktor scheint für den schwierigen Job bestens qualifiziert: Er kann zaubern. Porträt eines Mannes, der zeitlebens auf der Suche nach seiner wahren Begabung war.

Grüßsiegottherrdirektor. Bitteherrdirektor. Gerneherrdirektor. Der Kellner im Café Bellaria ist sichtlich stolz darauf, den Herrn Direktor aus dem nahe gelegenen Volkstheater als Gast zu haben. Michael Schottenberg ist das Getue etwas peinlich, aber da muss er jetzt durch. Vor eineinhalb Jahren wurde er zum Nachfolger der Langzeitdirektorin Emmy Werner berufen, am 4. September ist es so weit: Mit der Uraufführung des vom Kärntner Regie-Berserker Johann Kresnik inszenierten Abends "Spiegelgrund" (über die "Euthanasie"-Kinderklinik der Nazis am Steinhof) beginnt am Volkstheater die Ära Schottenberg.

  "Wien braucht ein sinnliches, erotisches, intelligentes und freches Theater", hatte der frischgebackene Direktor in der


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