Der Rhythmus des Herzens

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 35/05 vom 31.08.2005

MUSIK Die norwegische Elektropopsängerin Annie packt Discohedonismus und melancholische Untertöne in ihr Debüt "Anniemal". 

Eigentlich steht im Taufschein Annie Lilia Berge Strand. Weil aber kein Popstar Annie Lilia Berge Strand heißt, nennt sich die junge Frau aus der von Bands wie Röyksopp und Kings Of Convenience bevölkerten norwegischen Popmetropole Bergen kurz und bündig Annie. Annie, wie in: Kylie. Oder auch: Madonna.

  Mit diesen beiden Popikonen teilt sie auch die gesanglichen Qualitäten, und wie bei den berühmten Kolleginnen macht es auch bei Annie nichts aus, dass die Stimme eher ein Stimmchen ist. Bedeutender sind ohnehin die Gemeinsamkeiten im Popverständnis: Auch Annie geht es um Oberflächenglanz, der Tiefgang zwar zulässt, aber nie erzwingt; um scheinbar Banales, das sich in große, universell verständliche Kunst verwandeln kann; kurz: um magische Momente, konzentriert in knapp vier Minuten Musik. Und von diesen Momenten beinhaltet das Debütalbum "Anniemal"


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige