Blöd bleibt blöd

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 35/05 vom 31.08.2005

LITERATUR In "Die Möglichkeit einer Insel" hat Michel Houellebecq altbekanntes Material und altbekannte Meinungen zu seinem bislang umfangreichsten und langweiligsten Roman verschnitten. 

Daniel hat ein Problem: Er ist auf dem besten Weg, ein alter Sack zu werden. Man darf diese poetische Wendung ruhig als pars pro toto verstehen, denn es ist just der eigene Sack, der ihm diesen bedauernswerten Umstand drastisch vor Augen führt: "Ich fühlte mich mit einem Schlag furchtbar alt und schlapp. Dabei war mein Körper insgesamt gesehen noch relativ gut erhalten, ich hatte kein Gramm Fett und sogar noch richtige Muskeln, aber mein Hintern war schlaff, und vor allem mein Sack hing immer schlaffer herab; und das war hoffnungslos, ich hatte noch von keiner Behandlung gehört, die das beheben konnte."

  Noch hat Daniel eine Schonfrist, denn noch gibt es die um 25 Jahre jüngere Esther mit ihrer immerfeuchten Muschi, die (fast) jederzeit bereit ist, Daniel einen abzuwichsen, -lutschen oder -kauen.


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