Herr der Fischfrauen

Kultur | EDGAR SCHÜTZ | aus FALTER 35/05 vom 31.08.2005

LITERATUR Albert Sánchez Piñol unterzieht in seinem Roman "Im Rausch der Stille" auf einer abgeschiedenen Insel die Humanität einem Härtetest. 

Der 1965 geborene Anthropologe Sánchez Piñol sorgte mit seinem Romandebüt "Im Rausch der Stille" in seiner Heimat für Furore. Im Original auf Katalanisch ( "La pell freda", also: "Die kalte Haut") erschienen, avancierte er in der spanischen Übersetzung ("La piel fría") zum Bestseller und wurde mit dem renommierten Literaturpreis "Ojo critico de narrativ" ausgezeichnet. Es geht um einen irischen Freiheitskämpfer, der seiner politischen Vergangenheit auf eine entlegene Insel am Rande der Antarktis enflieht, wo er für ein Jahr als Wetterbeobachter arbeiten will. Außer ihm lebt dort nur Batís Caffó, ein animalisch behaarter und völlig verwilderter Grobian, der außerdem - obgleich sein Name nicht gerade darauf hinweist - aus Österreich stammen soll. Warum sich Caffó im alten Leuchtturm verschanzt hat, erfährt der Ire bereits in der


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