100 JAHRE B.S.L.

Ein Leben für die Lichtspiele

Stadtleben | aus FALTER 35/05 vom 31.08.2005

Lugners Unterhaltungsbunker am Gürtel lässt Anna Nitsch-Fitz ziemlich kalt. Das neue Kino liegt zwar in der Nähe ihres eigenen Filmtheaters, doch nach gut 38 Jahren in der Branche sieht die Inhaberin der Breitenseer Lichtspiele (B.S.L.) die Dinge mit großer Gelassenheit. Ihr Kino im 14. Bezirk ist immerhin das älteste der Stadt. Am 9. September feiert es mit einer "Galapremiere" sein hundertjähriges Bestehen. Zwölf Kurzfilme aus Europa und Amerika laufen an diesem Abend, alle ungefähr ebenso alt wie die B.S.L. selbst. Dazu gibt es Liveklaviermusik.

  "Was ich hier mache, das ist reine Liebhaberei", sagt Anna Nitsch-Fitz, finanziell gehe es ihr deshalb "natürlich dreckig". Vier Monate lang hat die 67-Jährige an der Zusammenstellung des Programms für die nächsten Monate gearbeitet, rund 800 Euro ihrer Pension fließen monatlich in die Erhaltung der B.S.L. Diese Begeisterung fürs Kino wurde Nitsch-Fitz praktisch in die Wiege gelegt, ihrer Großmutter gehörte das Nußdorfer Kino


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige