WIEDER AM MARKT

Before Dattel

Stadtleben | aus FALTER 35/05 vom 31.08.2005

Jeder kennt Datteln. Sie sind honigfarben, klebrig und hängen rispenartig an einem trockenen Zweiglein. Man denkt dabei an Oasen, Kamele, oder an das Nikolosackerl aus rotem Krepppapier und auch daran, dass man schon zigmal gelesen hat, dass die Dattel für die Wüstenbewohner irgendwie ein Hauptnahrungsmittel darstellt. Was man sich bei den süßen Dingern mit dem flutschigen Kern freilich nur schwer vorstellen kann. Leichter geht das bei den sogenannten Baumdatteln, die es derzeit überall am Markt gibt: unreife, grün geerntete Datteln, die man wie Zwetschken essen kann. Der erste Biss ist ein bisschen heftig, da die Dattel ganz schön adstringierend ist, das vergeht aber gleich. Ein angenehmes Obst mit mehligem Biss und interessantem Dattelaroma, nur halt irgendwie frischer.

Frische Baumdatteln, z. B. bei Ahmad Maan, 4., Naschmarkt 24-27.


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