TIER DER WOCHE

Dunkle Zeiten


PETER IWANIEWICZ
Stadtleben | aus FALTER 35/05 vom 31.08.2005

"Wir können Leben als Problemlösung

beschreiben und Lebewesen als die einzigen problemlösenden Komplexe im Universum"

Karl Popper

Upps, he did it again! Anfang Juli hatte Kardinal Schönborn in einem Gastkommentar in der New York Times die Evolutionstheorie als "Ideologie" gebrandmarkt, weil diese als "neodarwinistisches Dogma" die Entstehung der Welt aufgrund eines "ungelenkten und ungeplanten Prozesses von Variation und natürlicher Selektion" beschreibt. Wo bleibt da Gottes großer Schöpfungsplan? Daher: unvereinbar mit dem katholischen Glauben, der ja - wie man es jetzt formuliert - "intelligentes Design" vorsieht. Jetzt hat Schönborn in den "Mitteilungen des Schulamts der Erzdiözese Wien" nochmals eine Diskussion über die Evolutionstheorie begonnen und eingefordert, dass man das Spiel des Zufalls nicht so ausweiten darf, "dass alles, sozusagen vom Urknall bis zu Beethovens Neunter, grundsätzlich, ausschließlich und unwiderruflich als Produkt des Zufalls gedacht wird". Entwarnung,

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