Sturm statt Staat

Vorwort | RAIMUND LÖW | aus FALTER 36/05 vom 07.09.2005

AUSLAND Die politischen Folgen der Hurrikankatastrophe in den USA: Droht den ausgebluteten Städten ein Dritte-Welt-Schicksal? 

Ein Hurrikan über New Orleans gilt neben dem Monstererdbeben an der kalifornischen Andreasfalte und einem Terroranschlag auf New York seit langem als eine der drei größten denkmöglichen Katastrophen Nordamerikas. Wenn man als Reporter an einem solchen Desaster hautnah dran ist und erlebt, wie Tempo und Ausmaß der Zerstörungen selbst die umsichtigste Planung zur Makulatur machen, dann zögert man mit dem simplen Reflex der Kritik, selbst wenn sich die Lücken der staatlichen Katastrophenhilfe mit jedem Tag verheerender auswirken. Aber der Umgang mit Naturkatastrophen stellt Stärken, Schwächen und Entwicklungsrichtungen einer Gesellschaft unter ganz besonders grelles Licht. In der Regel lösen Stürme, Erdbeben und Hochwasser einen Reflex der Solidarität über nationale, ethnische und politische Grenzen hinaus aus. Der Schulterschluss gegen die Gewalten


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