"Mit Vollendung?"

Politik | FLORIAN KLENK | aus FALTER 36/05 vom 07.09.2005

FRAUENHANDEL Die Callgirlaffäre erreicht das Parlament. Der Sprecher von Andreas Khol outet sich. Er habe die Mädchenhändler nur "zur Recherche" kontaktiert. Telefonprotokolle lassen Zweifel an dieser Version aufkommen. 

Für die ÖVP ist Gerhard Roder ein "Mann mit Erfahrung im Politik- und Medienbereich". Vor drei Jahren kandidierte er für den niederösterreichischen Landtag. Sein Spezialgebiet: "Frauenschutz". Im September 2003, Roder war zum persönlichen Pressesprecher von Nationalratspräsident Andreas Khol avanciert, gründete er eine Bürgerinitiative gegen Kindesmissbrauch. Medienwirksam überreichte Roder seinem Chef 40.000 Unterschriften und bat den Nationalrat im Namen der Unterzeichner um härtere Strafen für Sexualverbrecher. Der Strafrahmen für Sexualdelikte und sexuelle Ausbeutung sollte verdoppelt werden. Täter sollten erst dann freikommen, "wenn Gutachter garantieren, dass die Täter vollständig geheilt sind". Roder erkannte damals: "Kriminelle Banden verdienen


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